Produkte ohne Industriezucker

Für eine Diät gibt es ganz unterschiedliche Gründe. Während einige Menschen einfach nur ihre kleinen oder größeren Fettpolster überwiegend aus optischen Gründen loswerden möchten, gibt es wiederum andere, die aus gesundheitlichen Gründen abnehmen wollen bzw. müssen. Dabei sind es nicht nur die wirklich „Übergewichtigen“, die abnehmen wollen, sondern laut repräsentativen Umfragen hat sich fast die Hälfte aller erwachsenen Deutschen das Ziel gesetzt, sich einer Diät zu unterziehen.

Bei manchen Personengruppen gehören Diäten sogar zum Alltag wie zum Beispiel für Sportler, die unbedingt ihr Wettkampfgewicht erreichen wollen bzw. halten müssen oder Bodybuilder, die auf keinen Fall wollen, dass ihre Muskeln von einer Fettschicht verdeckt werden. Unabhängig von den Motiven ist eine Diät aber nur dann von Erfolg gekrönt, wenn der Organismus mehr Energie verbrennt, als ihm zugeführt wird. Hier gilt es die richtige Mischung zwischen Ernährungsreduktion, körperlicher Bewegung und Training sowie Regenerationsphasen zu finden.

 

Süße ohne Kohlenhydrate

Synthetische Süßstoffe wie Cyclamat (E 952), Aspartam (E951) oder Saccharin (E 954) enthalten – bezogen auf die zum Süßen benötigte Menge – keine oder nahezu keine Kalorien und lassen den Blutzuckerspiegel nicht ansteigen. Da sie keine Kohlenhydrate enthalten, werden Süßstoffe häufig in Low Carb Rezepten oder „Light“-Produkten verwendet.

Hinweise aus einem Tierversuch, dass künstliche Süßstoffe möglicherweise die Entstehung von Diabetes begünstigen können, ließen sich für Menschen bislang nicht bestätigen. Eine Studie deutete jedoch darauf hin, dass der tägliche Konsum von Diät-Softdrinks das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöhen könnte. Genauere Zusammenhänge sind allerdings noch nicht erforscht.

Auch mögliche Nebenwirkungen durch Süßstoffkonsum wie ein erhöhtes Krebsrisiko oder vermehrter Appetit konnten durch Studien nicht nachgewiesen werden – in haushaltsüblichen Mengen konsumiert gilt der Verzehr als unbedenklich.

Wie viel von einem Süßstoff pro Tag bedenkenlos verzehrt werden kann, wird mit dem sogenannten ADI-Wert (Acceptable Daily Intake) angegeben. Dieser wird durch internationale Expertengremien festgelegt und unter anderem vom Bundesinstitut für Risikobewertung veröffentlicht.

Stevia als pflanzlicher Süßstoff

Stevia ist ein natürlicher Süßstoff aus den Blättern einer südamerikanischen Pflanze – die Herstellung des Zuckerersatzes kommt dennoch nicht ohne Chemie aus, denn die Blätter müssen zunächst im Labor behandelt werden. Der Süßstoff ist seit 2011 als Lebensmittelzusatzstoff E 960 in Europa zugelassen und damit ein vergleichsweise neues Süßungsmittel, das es aber mittlerweile in fast jedem Reformhaus und Supermarkt zu kaufen gibt und in vielen sog. Diätprodukten verwendet wird.

Stevia hat ebenfalls keine Auswirkungen auf den Blutzuckerspiegel und liefert weder Kalorien, noch ist das Süßungsmittel schädlich für die Zähne – daher gilt Stevia als vergleichsweise gesunde Alternative zu Zucker.

Allerdings ist der etwas bittere, an Lakritz erinnernde Beigeschmack ein wenig gewöhnungsbedürftig. Stevia ist etwa 300-mal so süß wie Zucker, weshalb es wichtig ist, den Zuckerersatz beim Backen und Kochen genau nach der Angabe des Herstellers zu dosieren. Beim Kauf von Stevia sollte man unbedingt auf die Inhaltsstoffe achten: Oftmals wird die Streusüße mit anderen Süßungsmitteln wie Erythritol (Erythrit) oder Maltodextrin als Füllstoff angereichert.

 

Mehr zum Thema auch unter https://www.gesundheit.de/ernaehrung/lebensmittel/suesses/zuckerersatz zu finden.

 

 

 

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